SAFE THE DAY! MITGLIEDERVERSAMMLUNG

Nach 2-jähriger Corona bedingter Unterbrechung soll am DONNERSTAG, den 4. August 2022 um 19.00 Uhr die Mitgliederversammlung stattfinden.

Ort: Gemeindehaus St. Marien, Stiftstr. 56 in 32657 Lemgo.

Auf der Tagesordnung stehen u.a. Vorstandswahlen. Die schriftliche Einladung per Mail bzw. Postbrief erfolgt fristgerecht spätestens 14 Tage vorher. Der Empfehlung des Bundesgesundheitsminsters folgend, der gebeten hat, man möge auch im Sommer bei Veranstaltungen in Innenräumen möglichst Maske tragen, wollen wir verpflichtend nachkommen. Auch der nötige Abstand  zueinander wird aufgrund der Größe des Raumes eingehalten werden können.

 

 

 

Gute Nachrichten von unserer Partnergesellschaft in Hakone

Das Jubiläumsheft 'Japan in Lemgo' - 50 Jahre Engelbert-Kaempfer-Gesellschaft Lemgo e.V. Deutsch-Japanischer Freundeskreis wird durch Freunde der Kaempfer-Birnie-Gesellschaft in Hakone ins Japanische übersetzt und dort herausgegeben. Das ist freut uns sehr, zeigt es doch, wie fest die Verbindung zwischen Lemgo und Hakone inzwischen ist.

Die Zeitschrift vom 35. Kaempfer-Birnie-Fest ist inzwischen eingetroffen.

 

 

 

Aufruf zum Frieden zwischen Völkern, Nationen, Religionen

"Wir Menschen sehen alle eine Sonne, treten alle eine Erde, atmen alle eine Luft. Keine Grenzen der Natur, keine Gesetze des Schöpfers trennen uns voneinander" Engelbert Kaempfer

 

Die Engelbert-Kaempfer-Gesellschaft Lemgo e.V.

Deutsch-Japanischer Freundeskreis wurde auf Anregung von Prof. Choei Ishibashi, dem damaligen Vorsitzenden der Japan International Medical Society 1971 gegründet. Erster Vorsitzender war der Mathematiker Dr. Herbert Deubel. Satzungsgemäß hat die Gesellschaft die Aufgabe, Werk und Erbe Engelbert Kaempfers zu pflegen sowie im Dienst der Völkerverständigung zu wirken, vorrangig in Anknüpfung an die internationale Kaempferforschung sowie in Zusammenarbeit mit den Deutsch-Japanischen Gesellschaften.

 

Brief an die Engelbert-Kaempfer-Gesellschaft

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit ca. 20 Jahren baue ich im Oberfränkischen Gattendorf ein Aceretum auf.
Meine Sammlung ist was bei uns frei kultivierbare Ahornarten betrifft vollständig. Sie umfasst aus allen Gebieten der Welt 63 Arten.
Auf dem Weg zur Optimierung der Sammlung bin ich auf verschiedene Pflanzensammler, Botaniker, Ärzte und Forschungsreisende gestoßen.

Der Wegbereiter dafür, das Japan für die Öffnung und Zugänglichkeit des Landes ist ohne Zweifel Engelbert Kaempfer.
Er hat meiner Meinung nach auch den ersten Japanischen Ahorn beschrieben.
Ich war von Anfang an von Engelbert Kaempfer begeistert, habe sein Japanwerk und andere Veröffentlichung von und über Ihn gelesen.

Unser erster deutscher Forschungsreisender bleibt wohl für die Ewigkeit einzigartig.
Er war auch ein hervoragender Botaniker und konnte fantastich Zeichnen.
Dies kam natürlich uns Pflanzenliebhaber und Pflanzenkenner zu gute.
Zu meinen Pfleglingen gehören Pflanzen wie: Larix kaempferi, Rhododendron kaempferi, Iris kaempferi, Kaempferia galanga und der
Ur- Fächerahorn, den Kaempfer 1691 als erster entdeckt und in seinem Buch Flora japonica ( 1712 ) mit dem Namen 'Kaede' beschrieben hat.
1820 kam der erste Fächerahorn nach Europa, ich vermute von Thunberg eingeführt.

Ich zeichne auch gerne und schaffe Plastiken und Reliefs für den Aussenbereich.
Unter anderen steht seit zwei Jahren ein selbst gefertigtes Relief von Engelbert Kaempfer als Denkmal auf einer großen Schieferplatten in meinem Aceretum.
Auch Ernest-Henry Wilson, Philipp Franz v. Siebold, Carl v. Linné und Carl Thunberg sind bereits vertreten.

Die Ausfertigung von Kaempfer war sehr schwierig, als Vorlage hatte ich lediglich die Abbildung auf einem Gedenkstein in Nagasaki.
Tagelang war ich über dem Relief, immerwieder neu angefangen 10-15 mal.
Jetzt steht es, für mich zufriedenstellend getroffen im Park.

Anbei ein paar Fotos von meiner Anlage.

 



Ich Grüße Sie herzlichst und wünsche Ihnen ruhige und erholsame Feiertage.

Bleiben Sie gesund

Mathias Hoyer
Unterhöll 3
95185 Gattendorf

Festlicher Vortragsabend anlässlich des 50jährigen Bestehens der Engelbert-Kaempfer-Gesellschaft Lemgo e.V. Deutsch-Japanischer Freundeskreis

Um die 50 Personen folgten der Einladung, den 50. Geburtstag der Engelbert-Kaempfer-Gesellschaft Deutsch-Japanischer Freundeskreis Lemgo e.V. im Beisein des Generalkonsuls Iwama, Bürgermeister Baier und Prof. Dr. Coulmas, der den Festvortrag hiel, zu begehen. Für einen festlich musikalischen Rahmen mit Musik aus Japan und Deutschland sorgten die Flötisten Ingrid Krah, Hermann Frische und Hartmut Ledeboer, die von Yasuo Kimura am Klavier begleitet wurden.

Auf dem Foto von links nach rechts: sitzend am Klavier Yasuo Kimura, dahinter stehend Prof. Dr. Florian Coulmas, Generalkonsul Kiminori Iwama, Dr. Gerhard Kuebart, Bürgermeister Markus Baier, und die Musiker Ingrid Krah, Hermann Frische, Hartmud Ledeboer, Kiyokazu Kumai (Foto Gärtner)

 

Generalkonsul Kiminori Iwama aus Düsseldorf und

 

Bürgermeister Baier überbrachten der

Engelbert-Kaempfer-Gesellschaft e.V. herzliche Glückwünsche.

 

Den Festvortrag mit dem Thema: "Engelbert Kaempfer, Japan und die guten Sitten"

hielt Prof. Dr. Coulmas und überraschte mit interessanten Thesen und Überlegungen.

 

Der Vorsitzende der Gesellschaft, Dr. Gerhard Kuebart, verteilte zum Abschluss der festlichen

Veranstaltung seine Ausarbeitung über Geschichte der Gesellschaft.

 

Für festliche Musik von Georg PhilippTelemann, Miyagi Michio, Ryōhei Hirose, Kosaku Yamanda und Johann Sebastian Bach, sorgten die Künster Irgrid Krah, Hartmut Ledeboer, Hermann Frische (Flöten) und Yasuo Kimura, Klavier. Auch wurden japanische Volkslieder in einer Bearbeitung für zwei Flöten und Klavier von Kiyokazu Kumai, Lemgo als Uraufführung zu Gehör gebracht.

 

Zum Abschluss der gelungenen Feier gab es Blumen für alle Mitwirkenden, Herrn Dr. Lueke, dem Verfasser des Lehrerheftes über Engelbert Kaempfer und den Vorstand der Gesellschaft, Herrn Dr. Kuebart und Stadtarchivar Marcel Oeben.

 

Erste Engelbert Kaempfer Lehrerhefte an Schulen verteilt

 

Nach den Herbstferien hat die Engelbert-Kaempfer-Gesellschaft damit begonnen, die Lehrerhefte über den berühmten Sohn der Stadt an die Lemgoer Schulen zu verteilen. Nach dem Engelbert-Kaempfer Gymnasium, wo Studienrat Dr. Lueke, der Autor des Heftes, das Verteilen persönlich übernommen hat, überbrachte Silvia Pfeiffer-Kuebart dem HANSE-Berufskolleg einige Hefte. Der stellvertretende Schulleiter, Heiko Jucks (links im Bild), freute sich über die Hefte ebenso wie Christian Hellwig (rechts), der für den Geschichtsunterricht in den Klassen der gymnasialen Oberstufe am HANSE zuständig ist und die interne Verteilung vornehmen will.

 

 

Das Stammbuch des Engelbert Kaempfers - Vortrag von Prof. Dr. Haberland in Lemgo, Gemeindehaus St. Nicolai

 

Der Direktor der Lippischen Landesbibliothek Dr. Joachim Eberhardt, Prof. Dr. Detlef Haberland, Bonn und Dr. Michael Bischoff vom Weserrenaissance-Museum Brake  stellten in sehr interessanten Vorträgen das 'Stammbuch' des Engelbert Kaempfers vor, das nach jahrelanger Fleißarbeit nun beinahe restlos entziffert und übersetzt werden konnte. Die Arbeit selbst war angeregt worden von dem inzwischen verstorbenen Mitglied der Gesellschaft Dr. Lothar Weiß, der einen großen Teil der Arbeit ausgeführt hatte.

Auf dem Bild von links nach rechts: Dr. Eberhardt, Prof. Dr. Haberland, Dr. Bischoff und Dr. Kuebart, der als Vorsitzender der Engelbert Kaempfer Gesellschaft zu dem Vortrag eingeladen hatte.

 

Dr. Florian Lueke präsentiert seine Engelbert Kaempfer Schulbroschüre

 

Dr. Florian Lueke (links) stellt im Engelbert-Kaempfer-Gymnasium, Lemgo, sein Unterrichtsheft "Ein Lemgoer bereist Asien" vor, das von der Engelbert-Kaempfer-Gesellschaft finanziert worden ist.  Es soll Schüler*Innen aller Schulformen den großen Lemgoer Forscher besser bekannt machen. Rechts im Bild Silvia Pfeiffer-Kuebart, die das Layout des Heftes gestaltet hat.

Der Link für den Download des Heftes als PDF Datei befindet sich unter der Rubrik 'Aktivitäten'!

 

 

Historie der Engelbert-Kaempfer-Gesellschaft Lemgo e.V.

Zehn Jahre nach Gründung der Gesellschaft wurden 1982 in Anknüpfung an die Veröffentlichungen des Altphilologen Karl Meier aus dem Kaempfer-Nachlaß von dem leider vorzeitig verstorbenen Hans Hüls und dem Stadtarchivar Hans Hoppe Beiträge zur Kaempferforschung herausgegeben, darunter die Übersetzungen von Kaempfers Abschiedsvortrag „Über die zwiefache Majestät, Gottesgnadentum und Teilung der Majestät“ bei Beendigung seiner Studien am Athäneum in Danzig am 8. Juni 1673 sowie seiner Dissertation über „Zehn fremdländische Beobachtungen“, Leiden 1694. Tadashi Imai, der 1973 Kaempfers Japanwerk ins Japanische übersetzte, bereicherte den Band mit zwei Aufsätzen über Kaempfers Quellen sowie sprachliche und landeskundliche Anmerkungen zum Japanwerk, ferner ist auch die erste internationale Kaempfer-Bibliographie darin enthalten.

1991 wurde ein Symposion in Lemgo veranstaltet, zu dem auch Mitglieder der Kaempfer-Birnie-Gesellschaft aus Hakone/Japan eingeladen wurden. Die Beziehungen mündeten 2001 in einem Partnerschaftsvertrag mit regem gegenseitigem Austausch.

Anläßlich der Wiederkehr des 300. Jahres der Ankunft Kaempfers in Japan wurde auch in Tokio ein Symposium zum Stand der Kaempfer-Forschung vom Deutschen Institut für Japanforschung veranstaltet. Die Vorträge beider Symposien wurden gemeinsam veröffentlicht (Wiesbaden 1992). Eine Ausstellung im Weser- Renaissance-Museum thematisierte „Sakoku – das verschlossene Japan“. Am Steinhof in Lieme, Kaempfers ehemaligem Wohnsitz, wurde zum zwanzigjährigen Bestehen der Gesellschaft eine Gedenktafel angebracht.

Das bei den Symposien deutlich gewordene Fehlen einer Gesamtausgabe von Kaempfers Werken führte zur Konzeption einer kritischen Edition, die in Einzelbänden ab 2001 im iudicium-Verlag München erschien und von der Gesellschaft mitfinanziert wurde.

1996 wurde das 25jährige Bestehen der Gesellschaft mit Japanischen Wochen und einem vielfältigen Kulturprogramm gefeiert.

1998 war Lemgo Gastgeber der Jahrestagung der Deutsch-Japanischen Gesellschaften.

Zum 350. Geburtstag Kaempfers wurde zusammen mit der Stadt Lemgo und dem Landesverband Lippe ein Jubiläumsprogramm mit Ausstellungen, Vorträgen, Filmen und Schulveranstaltungen und einem Symposium an der Universität Bonn  organisiert. Mit der Kaempfer-Birnie- Gesellschaft aus Hakone /Japan, mit der seit 1990 freundschaftliche Beziehungen bestehen, wurde ein Freundschaftsvertrag abgeschlossen, ferner eine Ausstellung mit japanischen Künstlern veranstaltet. Die Vorträge wurden publiziert (Lemgo 2003). Mit Unterstützung der Japanischen Botschaft wurde ein Kaempfer-Rundgang durch Lemgo in drei Sprachen herausgegeben.

Für Christian Wilhelm von Dohm, den 100 Jahre jüngeren Herausgeber der deutschen Fassung der Geschichte und Beschreibung Japans von Kaempfer (Lemgo 1777-1779) wurde eine Gedenktafel am Ort des ehemaligen Pfarrhauses von St. Marien in der Stiftstrasse enthüllt.

Nach dem Fund von Akten über Kaempfers Begräbnis wurde 2009 ein Gedenkstein von der Bildhauerin Carolin Engels geschaffen und in St. Nicolai nahe dem Grabe an der Orgelwand aufgestellt.

2012 wurde das Erscheinen von Kaempfers AMOENITATUM EXOTICARUM POLITICO – PHYSICO -MEDICARUM FASCICULI V … (Fünf Faszikel ausländischer politischer, naturwissenschaftlicher, medizinischer Denkwürdigkeiten) vor 300 Jahren mit einer Ausstellung im Museum Hexenbürgermeisterhaus gewürdigt. Die vollständige Übersetzung bleibt ein Desideratum der Forschung. Das Original wurde von der U. Göttingen digitalisiert und ist dort aufzurufen.

In Anknüpfung an einen Vortrag von Prof. Dr. Beatrice Bodart-Bailey zum Thema „50 Ansichten berühmter Orte in Japan aus dem Nachlaß Engelbert Kaempfers in der British Library“ konnte 2016 eine Ausstellung von 25 Digitalisaten im Museum Hexenbürgermeisterhaus gezeigt werden, die später auch nach Würzburg und Düsseldorf ging.

Eine Liste von Kaempfers Bibliothek in Gerichtsakten wegen Nachlaßstreitigkeiten ermöglichte im selben Jahr anhand eines Versteigerungskatalogs deren Rekonstruktion in einer Ausstellung im Stadtarchiv Lemgo.